Nach langem Recherchieren und Sparen ist letzte Woche meine neue Filmausrüstung, bestehend aus Stativ, Kamera und Richtmikrofon, angekommen.
Meine Wahl fiel auf eine Sony HDR-FX1000E als Kamera, ein Bilora Video Pro 936 als Stativ und ein t.bone EM9600 als Mikrofon. Um das alles transportieren zu können, fügte ich der Ausrüstung noch einen robusten Transportkoffer in Form eines B&W International – Outdoor Case – Type 61 hinzu.
Fotos:
Testvideo:
Sony HDR-FX1000E Test Movie from Blablubb on Vimeo.
Um das Video in voller Auflösung ansehen zu können, bitte dem Link oberhalb folgen.
Kamera: Sony HDR-FX1000E
Die Wahl der Kamera fiel mir eigentlich recht leicht. In der so genannten semiprofessionellen Kameraklasse mit drei Sensoren und FullHD gibt es nicht all zu viel Auswahl. Die nächstgelegene Alternative zu meiner Wahl währe eine Canon XH-A1 gewesen. Da diese jedoch um mindestens 500€ mehr gekostet hätte, entschied ich mich für die Sony HDR-FX1000E. Durch verschiedene Testberichte, wie beispielsweise bei Slashcam wurde ich in meiner Entscheidung bestärkt. Auch verschiedene Testvideos bei Youtube und Vimeo bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen sahen vielversprechend aus.
Die Kamera im Überblick:
- FullHD – 1080
- 25 Vollbilder – 25p
- 20 x optischer Zoom durch Sony eigenes G-Objektiv
- Zoom, Fokus und Blende durch drei Einstellringe direkt am Objektiv einstellbar
- 3 ND Filter für Aufnahmen bei sehr hellem Umgebungslicht
- manuelle Tonaussteuerung
- alle wichtigen Einstellungen, die das Bild beeinflussen, lassen sich manuell einstellen
Hier sind zusätzlich alle technischen Details der Kamera aufgelistet. Bisher bin ich mit der Kamera äußerst zufrieden, da die vielen manuellen Einstellungen eine für mich bisher nicht mögliche Bildgestaltung erlauben. Die drei Einstellringe am Objektiv sind äußerst praktisch beim Korrigieren von Zoom, Fokus oder Blende. Besonders angenehm ist auch die manuelle Tonaussteuerung. Dadurch lassen sich sehr oft unangenehme Störgeräusche auf der Tonspur vermeiden.
Stativ: Bilora Video Pro 936
Bei der Auswahl eines Videostativs wurde es im Vergleich zur Auswahl der Kamera schon schwieriger. Im von mir anvisierten Preisbereich las ich oft vom Velbon DV-7000. Dieses Stativ wurde in einigen Foren als DAS Videostativ im günstigeren Preissektor angepriesen. Nach weiteren Recherchen stieß ich dann allerdings auf das Bilora Video Pro 936 (das zweite Stativ von oben). Im Vergleich zum Velbon überzeugte mich das Bilora vor allem dadurch, dass es als doppelprofil-Stativ ausgelegt ist und deswegen eine erhöhte Stabilität beim Filmen bietet. Da beide Stative in etwa das selbe kosteten entschied ich mich für das Bilora und habe es bis jetzt nicht bereut.
Das Stativ besitzt einen fluid-gedämpften Videoneiger wodurch sich Schwenks, nach etwas Übung, ziemlich flüssig und gut bewerkstelligen lassen. Es ist einfach aufzubauen und leicht zu bedienen. Ich persönlich kann das Stativ nur weiterempfehlen.
Mikrofon: t.bone EM9600
Beim Mikrofon begann meine Recherche, wo sonst, bei thomann.de in der Kategorie “Video und Kameramikrofone“. Bald kristallisierten sich für mich zwei Favoriten heraus, zwischen denen ich mich entscheiden musste. Das Rode VideoMic, über das ich schon sehr viel Gutes gelesen hatte und das t.bone EM9600. Ich entschied mich schlussendlich für das t.bone, aufgrund des günstigeren Preises und der Möglichkeit es, aufgrund seiner Bauart ebenfalls als Interview-Mikrofon einsetzen zu können.
Da das Mikrofon einen XLR-Ausgang hat und die Kamera lediglich einen 3,5mm Klinken-Eingang (auch Mini-Klinke genannt) bietet, musste ich mir ein Adapterkabel, wie auch unterhalb ersichtlich, löten. Bei dem Kabel überbrückte ich zusätzlich die beiden Kanäle des Stereo-Klinkensteckers um das Monosignal des Mikrofons auf beiden Stereokanälen aufzuzeichnen.
Bis jetzt kann ich die Qualität des Mikrofons noch nicht wirklich beurteilen. Dafür habe ich noch zu wenig Sprachaufnahmen damit gemacht. Bei ersten Tests machte es allerdings bereits einen sehr guten Eindruck auf mich.
Koffer: B&W International – Outdoor Case – Type 61
Um die gesamte Ausrüstung auch gut transportieren zu können suchte ich nach einem Transportkoffer in entsprechender Größe. Hier kamen nur zwei Hersteller in Frage. Zum einen Sony selbst, mit ihrem LCH-FXA Transportkoffer und zum anderen B&W International mit ihren Outdoor Cases. Die Outdoor Cases von B&W sind in verschiedensten Größen erhältlich. Ich entschied mich für den Type 61, da dieser Koffer für meine Bedürfnisse ideal schien. Des Weiteren lag der Koffer preislich um mehr als die Hälfte unter dem Sony Koffer.
Der Koffer selbst wurde mit vorgestanzten Schaumstoffeinlagen geliefert, wodurch man den Koffer optimal an den jeweiligen Inhalt anpassen kann. Die vorgestanzten Schaumstoffeinlagen lassen sich dazu an den vorgesehenen Stellen ganz einfach auseinanderreißen um somit Platz für den Inhalt zu schaffen.
Laut Hersteller ist der Koffer Luft-, Staub-, und Wasserdicht (bis 5m), Temperaturstabil von -40°C bis +80°C und übersteht Stürze aus bis zu 3m auf Beton. Zusätzlich gibt der Hersteller lebenslange Garantie auf den Koffer. Ich konnte diese Angaben zwar noch nicht überprüfen, sie hören sich allerdings für mich sehr gut an. Besonders die Temperaturstabilität ist nicht unwesentlich, wenn man den Koffer mit der Kamera beispielsweise im Winter im Auto lassen möchte.
